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Artikel-Schlagworte: „unternehmen“

Sein eigener Chef sein – viele träumen davon und machen sich selbstständig.

Wenn man den Sprung in die Selbstständigkeit wagt, sollte man sich vorher genau überlegen, welche Gesellschaft für sein Unternehmen in Frage kommt. Denn wer als Gründer die richtige Gesellschaftsform wählt, kann Streit und überflüssige Ausgaben vermeiden. Ob Einzelunternehmer, GbR, GmbH oder Ltd. – mit der richtigen Rechtsform lassen sich Risiken vermeiden und die Steuerbelastung begrenzen.

Für neue Chefs gilt daher erst einmal die Devise, mit möglichst simplen Konstrukten anzufangen.

Einzelunternehmen und GbR:

Wer ohne Partner an den Start geht, kann als Einzelunternehmer ohne viel Papierkram kurzfristig loslegen. Mehrere Personen können per einfachem Handschlag eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gründen und dann auf gemeinsame Rechnung wirtschaften. Ein schriftlicher Gesellschaftsvertrag ist vor dem Gesetz keine Pflicht – in der Praxis aber ein absolutes Muss. Bei der Verteilung von Aufgaben und Geld helfen im Voraus getroffene klare schriftliche Abmachungen, Streit zu vermeiden.

Einzelunternehmen und GbR haben aber einen gewichtigen Nachteil: Die Beteiligten haften für sämtliche Schulden ihres Unternehmens mit dem gesamten Privatvermögen. Doch die unbeschränkte Haftung hat auch ihre Vorteile. Wer zu Beginn seiner Tätigkeit rote Zahlen schreibt, kann die Verluste in seiner Steuererklärung mit anderem Einkommen – zum Beispiel dem Gehalt des Ehepartners – Steuer sparend verrechnen. Einzelunternehmen oder GbR eignen sich daher besonders für Freelancer, Kleingewerbetreibende und Dienstleister. Wer die persönliche Haftung vermeiden will, sollte an die Gründung einer GmbH denken. Größte Hürde ist dabei allerdings, dass der Unternehmer 25.000 Euro Mindestkapital aufbringen und zur Hälfte in bar oder als Sacheinlage bei der Gründung einbringen muss.

GmbH oder Ltd.?

Die Gründungsformalitäten sind teuer – ohne Notar und Amtsgericht geht nichts. Erst nach dem Eintrag der Gesellschaft ins Handelsregister ist der Firmengründer aus der persönlichen Haftung heraus – für die Schulden des Betriebes haftet nur noch die GmbH mit ihrem Vermögen.

Benötigt die GmbH jedoch weitere Kredite, wird der Eigner oft mit zusätzlichen privaten Sicherheiten oder Bürgschaften in die Pflicht genommen. Die GmbH bietet steuerliche Vorteile, wenn die Geschäfte gut laufen. In der Flaute bleiben rote Zahlen jedoch in der Firma eingekapselt und können vom Gesellschafter nicht mit seinem übrigen Einkommen verrechnet werden.

Als preiswerte und unkomplizierte Alternative zur GmbH wird daher immer häufiger die britische Limited (Ltd.) als Firmenmantel beworben. Auch sie bietet eine auf das Firmenvermögen beschränkte Haftung. Da die Limited mit einem Mindestkapital von einem britischen Pfund auskommt, können sich Gründer quasi zum Nulltarif aus der Haftung befreien. Zudem verursacht die englische Form der GmbH bedeutend weniger Gründungsaufwand. Während die Gründung einer GmbH bis zu 1000 Euro kosten kann, ist die Limited je nach Eilbedüftigkeit schon für knapp 200 Euro zu haben und bei einigen Anbietern innerhalb von 24 Std. gegründet.

Doch die Ltd. weist auch Nachteile auf. Diese liegen insbesondere in der äußerst geringen Mindesthaftung. Ähnlich wie bei der GmbH mit Mindestkapital wird bei der britischen Ltd. ohne Stammkapital eine Finanzierung von Investitionen und ein Kontokorrentkredit nur mit einer Bürgschaft möglich sein, hinter der die Gründerpersonen stehen. Zudem kann die britische Ltd. einem ähnlichen Phänomen unterliegen, wie einst der GmbH.

Nicht selten wurde fälschlicherweise angenommen, dass die GmbH nur mit 25.000 Euro haftet. Indes kommt bei Haftungsfragen das gesamte Unternehmensvermögen zum Einsatz, also auch die einbehaltenen Gewinne. Da die Mindesteinlage der britischen Ltd. quasi gleich Null ist, kann eine falsche Interpretation zur gänzlichen Zurückhaltung potenzieller Geschäftspartner führen.

Der zunächst offensichtliche Vorteil der Haftungsbegrenzung auf circa drei Euro kann sich also negativ auf die Seriosität der Gründung auswirken. Man kann allerdings wenn das Geschäft erst einmal läuft das Stammkapital jederzeit erhöhen. Dahingehend gilt es, die juristische Behandlung der britischen Ltd. vorab zu prüfen. Auch in Haftungsfragen und in Bezug auf die Einhaltung von Fristen wird die Ltd. wesentlich strenger behandelt als die GmbH. Außerdem müssen Interessenten mit jährlichen Verwaltungskosten rechnen.

Es gibt noch mehr Gesellschaftsformen, allerdings sind wir hier nur auf die gebräuchlichsten eingegangen. Wenn Sie mehr Informationen zu allen Gesellschaftsformen und zur Auslandsfirmengründung haben möchten, dann benutzen Sie bitte den Link am Ende der Seite. Bei diesem Anbieter finden Sie Infos und wenn Sie möchten auch die dementsprechende Gesellschaft für Ihre neue Firma.

Hier gibt es weitere nützliche Tipps:

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